Was ist Rhythmische Sportgymnastik?
Die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) vorgestellt
Die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) zählt zu den technisch – kompositorischen Turnsportarten. Durch ihre Verknüpfung von verschiedenen Körperelementen mit vielfältigen Gerätetechniken, ist sie als koordinativ höchst anspruchsvoll zu betrachten. Dementsprechend ist sie eine der trainingsintensivsten Sportarten, um eine entsprechende Ausbildung des gesamten Bewegungsapparates zu gewährleisten.
Die Wettkampfformen finden sich in der Gruppen- und Einzelgymnastik wieder, diese werden im Wettkampf als Mehrkampf- und Finalentscheidungen ausgetragen.
Mit den Geräten Seil, Reifen, Ball, Band und Keulen werden verschiedene Grundtechniken und später auch sehr spezifische Gerätetechniken verlangt.
Die Körpergrundtechniken der RSG finden sich in Gleichgewichts- und Beweglichkeitselementen, in Sprüngen und in Pirouetten, welche in ihrer Form und Wertigkeit im „Code de pointage“ ausgeschrieben sind.
In den Übungskompositionen finden sich außerdem Elemente des klassischen und modernen Tanzes, der Gymnastik und Akrobatik.
Bis zum Alter von 12 Jahren ist außerdem eine Übungskomposition ohne Handgerät für die Nachwuchsgymnastinnen ausgeschrieben, um zunächst zu erlernen, in entsprechender Form auf Körpertechniken und die Koordination von Musik / Bewegung einzugehen.
Auf der höchsten Stufe, der Meisterklasse (MK ab 15 Jahre), wird dann auch eine Gruppenübung mit wechselnden Kombinationen aus zweierlei Geräten ausgeschrieben.
Die Altersklassen im DTB sind eingeteilt in die verschiedenen Nachwuchsklassen bis 10 Jahre, darauf folgt der Wechsel von der Schülerinnenklasse (AK 10, AK, 11, AK 12) in die Juniorinnenklasse (AK 13, AK 14, AK 15) und schließlich startet man in der Meisterklasse der Gymnastinnen von 15 Jahren und älter.
Darüber hinaus werden im DTB seit Ende der 90er Jahre zwei verschiedene Leistungsklassen ausgeschrieben. Im Grundsatz orientieren sich die sogenannte „Wettkampfklasse“ (WK) und „Leistungsklasse“(LK) am selben Regelwerk, allerdings sind die Anforderungen in Anzahl und Werthöhe, der zu präsentierenden Schwierigkeiten, sowie die Winkel der Beweglichkeiten in den Körperelementen, für die WK leicht reduziert.
Dies soll auch der „breiten Masse“ von Gymnastinnen , welche die Sportart z.B. ohne Besuch eines Sportinternates mit seinen möglichen Voraussetzungen ausüben, einen ansprechenden Wettkampfbetrieb ermöglichen. Auch mit Reduzierung der Anforderungen ist das Niveau der Wettkampfklasse mittlerweile sehr beachtlich.
Das Regelwerk der Rhythmischen Sportgymnastik ist der „Code de pointage“ von der „Fédération Internationale de Gymnastique“ (FIG), im olympischen Zyklus überarbeitet und herausgegeben.
Im Wettkampf werden die Kompositionen von einem Kampfgericht hinsichtlich des Technisches Wertes
(auf einem Formblatt festgehaltene, addierte Elemente in festgelegter Symbolschrift),
des Künstlerischen Wertes
(ebenfalls auf einem Formblatt festgehaltene, addierte Gerätetechniken, in festgelegter Symbolschrift), sowie der
Artistik
(ausgehend von 10 Pkt. wird der kompositorische Aufbau benotet) und
Ausführung
(ausgehend von 10 Pkt. werden Fehler, Verluste usw. nach festgelegten Werten subtrahiert) bewertet.





