Wandern, Überschätzung, Risiko, was nun?
Unter dem Aspekt „Wandern – Überschätzung – Was nun?“ beschäftigen sich die Lehrgangsteilnehmerinnen und –teilnehmer unter der Anleitung von Jochen Mieske mit den vorbeugend zu berücksichtigenden Fragen, wie z.B. richtige Ausrüstung und Bekleidung, Verhalten während der Wanderung und in Pausen. Wichtig ist auch die richtig bestückte Wanderapotheke (einschl. Zeckenkarte, Desinfektionsmittel, Traubenzucker), die möglichst jeder Wanderer für den eigenen Bedarf mit sich führen sollte.
„Beim Wandern und sonst. Sport ist jeder für sich selbst verantwortlich“.
Über das richtige Absetzen eines Notrufs (112) wird auch die Bedeutung von HELD gesprochen
(H= Hilfe rufen,
E = Ermutigen und trösten;
L = lebenswichtige Funktionen kontrollieren (ggf. stabile Seitenlage oder Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen),
D = Decke).
Für kleine Unfälle: PECH
(P = Pause,
E = Eis oder Kältekompresse,
C = Compression,
H = Hochlagern).
Neben der Versorgung von Sonnenbrand /-stich und langanhaltenden Kälteeinwirkungen und Unter-kühlung sowie Erstickungsgefahr wird ausführlich auf die Erste Hilfe bei Insektenstichen (Mücken oder Wespen), hingewiesen sowie auf Maßnahmen bei Zeckenbissen eingegangen.
Nach der Mittagspause konnte das Erlernte in der Praxis angewendet werden. Dazu stand ein Rasenplatz auf dem Sportgelände zur Verfügung.
Zurück im Tagungsraum wurde noch auf das Erkennen und Versorgung eines Schlaganfalls eingegangen und die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt. Auch ein Trainingsdefillibrator kam zum Einsatz, der bei Herzkammerflimmern wertvolle Hilfe leistet.
In einer abschließenden „Manöverkritik“ bestätigten die Teilnehmerinnen und -teilnehmer, dass sie viel über Erste Hilfe aufgefrischt bzw. neu erfahren haben und dieses Wissen gern in die von ihnen geführten Wandergruppen einbringen wollen. Für diejenigen Wanderwarte, die die Übungsleiterausbildung Wandern absolviert haben, diente der Lehrgang mit einer Anrechenbarkeit von fünf Stunden zum Erhalt der Übungsleiterlizenz.
Jochen Mieske scheidet nach dieser Lehrveranstaltung aus der Lehrtätigkeit als NTB-Referent aus. Deshalb dankte Heinz-Helmut Runge ihm, auch im Namen des Landes-fachwarts Uwe Peters, für die geleistete Tätigkeit und überreichte ihm als Anerkennung eine NTB-Tasche, die ihn weiterhin an die Zeit im Lehrstab der NTB-Referenten erinnern wird.
(Ursula und H.-H. RUnge)











