Schöpfungsweg
In ganz Norddeutschland soll es regnen- in ganz Norddeutschland?
Trotz des Regens in Braunschweig, Wunstorf und Celle machten sich am 13.11. 2010 mehrere Generationen auf den Weg: Sie haben ein Ziel: Ebstorf in der Lüneburger Heide, genauer den ehrwürdigen Domänenplatz des jahrhundertealten Klosters in Ebstorf. Also: Es ist trocken in Ebstorf und so sind alle gut gestimmt.
Landeswanderwart Uwe Peters begrüßt die Eingetroffenen: Kreiswanderwärte und Interessierte auch aus dem Kreis Uelzen. Und natürlich Birgit Gercken, frischgebackene Doppel-Lizensiatin des Pilotkurses „Fitness und Gesundheit (Natursport)“. Birgit Gercken ist auch ausgebildete Gästeführerin, z. B. für den Schöpfungsweg, einer „Kathedrale im Grünen“: einem Kunstwerk des Künstlers Werner Steinbrecher.
Birgit Gercken wies auf die älteste Vierständerscheune in Norddeutschland auf dem Domänenplatz hin. Sie stellte Werner Steinbrecher als Architekten und Künstler und seine Freunde und Mitwirkenden an den Bildern vor. Werner Steinbrecher arbeitete mit klaren Stilmitteln: Mit dem „Goldenen Schnitt“, der Dreiteilung, mit den Symbolen Kreis, Kreuz und mit typischen Farbgebungen. Der Glaube, der aus dem Alten Testament durch den jüngeren Schöpfungsbericht vermittelt wird, wird mit dem Glauben, der aus dem Neuen Testament dargebracht wird, zusammengesehen: Jesus Christus begleitet die Weltentstehung (Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott.) und ist auch in der neu entstehenden Weltordnung, in der es übermenschlichen Frieden gibt, im himmlischen Jerusalem, zugegen, so vermitteln es die Texte auf den Bildern.
Neun Stationen gibt es. An jeder Station steht ein farblich anders eingefasstes Bild, wird ein neu geschaffenes Element der Schöpfung ins Bild gesetzt, das Werner Steinbrecher gemalt hat. An jeder Station hält man ein, betrachtet das Bild, hört die Erläuterungen und stellt wohl auch Bezüge zu seinem eigenen Leben her: Gibt es in meinem Leben ein Tohuwabohu, das durch das schöpferische Eingreifen ein Kosmos (eine Ordung) werden soll?
Die Landschaft ist abwechslungsreich (Flecken, Wald, Siedlung, Felder, Landwirtschaftswege, Sommer-/Winterwege), es gibt auch Wege ohne Aphalt. Je nach Tageszeit oder Jahreszeit wirkt es anders auf die Seele.
Am Bild des siebten Schöpfungstages ruhte auch die Gruppe und ließ sich mit Kaffee und Keksen verwöhnen.
Die Verbindung von Wandern, Bildern, Texten aus der Bibel und Erläuterungen kam an und soll seine Fortsetzung finden: Am 20./21. Mai 2011 wird es ein ähnliches Konzept auf den „Spuren der Zisterzienser“ unter der Leitung von Uwe Peters und Birgit Gercken auf dem Pilgerweg von Loccum nach Volkerode geben. Es geht am Samstagmorgen um 08:00 Uhr in Loccum los und endet am Sonntag in Hessisch-Oldendorf. Anmeldungen können schon entgegengenommen werden.
Ansonsten: Es gibt kein schlechtes Wetter- nur schlechte Kleidung!
Birgit Gercken













