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Die Geschichte

 

 

 

Authentischen Berichten zufolge, reichen die Wurzeln des Völkerballspiels bis ins 18. Jahrhundert zurück. Die älteren Generationen können sich noch an die Zeit erinnern, in der man den Völkerballmannschaften Ländernamen gab: Deutschland - Frankreich, Deutschland - England. Es war ein Kriegsersatzspiel, in dem sich die beiden Gegner im sportlichen Wettbewerb mit dem Ball "bekriegten". Völkerball wurde in seinen verschiedenen Variationen nicht nur im Schulsport sondern auch in der Freizeit auf freien Plätzen gespielt. In den fünfziger Jahren bildeten sich in den Turnvereinen Frauenabteilungen, in denen die Mitglieder hauptsächlich Geymnastik betrieben.
Am Ende einer jeden Gymnastikstunde spielten die Frauen Völkerball.

 

Daraus entstand das heutige Wettkampfspiel mit gleichem Namen. In den siebziger Jahren wurden in vielen Turnkreisen Völkerballturniere und Meisterschaftsspiele durchgeführt. Das Mannschaftsspiel gewann dadurch immer mehr an Popularität, so daß der Niedersächsische Turner-Bund Völkerball 1986 als Wettkampfspiel in sein Programm aufnahm. Völkerball wird in vielen Bundesländern im Freizeitbereich betrieben, als reines Wettkampfspiel wird es bisher jedoch nur in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Niedersachsen angeboten. In diesen Bundesländern werden auch Landesmeisterschaften ausgetragen. Da im Wettkampfbereich ausschließlich Frauen und Mädchen spielen, wird im Folgenden von "Spielerinnen" gesprochen.

 

 

 

 

 

Die Grundregeln

 

 

 

 

 

 

 

Die Spielidee

 

 

 

Das Völkerballspiel ist eine Mannschaftssportart, bei der es insbesondere auf Wurfgenauigkeit und Fangsicherheit ankommt. Zwei Mannschaften mit je sieben Spielerinnen stehen sich in einem Spielfeld gegenüber. Weiterhin gehört zu jeder Mannschaft eine sogenannte "Hinterfrau", die sich hinter der Grundlinie des gegnerischen Feldes aufhält. Die Grundidee des Spiels ist, mit dem Ball eine Gegenspielerin abzuwerfen. Gewinner ist die Mannschaft, die als erste alle gegnerischen Spielerinnen abgeworfen hat. Zur Zeit gibt es in den verschiedenen Landesverbänden noch unterschiedliche Spielregeln. In Niedersachsen sieht die Regel einen Freiwurf von der Grundlinie vor. Eine bereits abgeworfene Spielerin kann sich auf diese Weise wieder ins Spiel bringen. Das fördert nicht nur den Spielwitz, sondern motiviert auch alle Spielerinnen zur aktiven Teilnahme am Spiel.
Das Spiel beginnt nach einer Seitenwahl mit dem Anwurf der Grundlinienspielerin über das gegnerische Feld zur eigenen Mannschaft Feld zur eigenen Mannschaft. Nach zweimaligem Ballwechsel, Grundlinie - Mannschaft, Mannschaft - Grundlinie, beginnt das Abwerfen des Gegners.

Nähere Infos: www.ntb-spiele.de

 

 

Die Grundlinienspielerin beginnt mit dem Anwurf das Spiel. Im weiteren Spielablauf beteiligt sie sich wie die Angreiferinnen am Spiel mit gezielten Abwürfen. Sie übernimmt die Regie des Spiels und diktiert durch ihr Aufbauspiel und gezielte Seitenwechsel das Spiel. Beim Einwechseln ins Spielfeld muß sie jede Spielposition einnehmen können, daher sollten neben einem guten Überblick alle Spieleigenschaften beherrscht werden. Die Angreiferin baut das Spiel mit ihrer "Hinterfrau" auf und wirkt durch ihre Treffsicherheit auch spielbestimmend. Die Mittelfeldspielerin zeichnet sich durch besonderes Reaktionsvermögen aus. So muß sie z.B. abprallenden Bälle, die über die Seitenlinie ins Aus gehen, im Spielfeld zu halten. Spektakuläre Hechtsprünge, explosive Starts, sicheres Ballgefühl und ein gutes Stellungsspiel gehören zu den Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Rückraumspielerin. Sie muß darüberhinaus über Fangsicherheit, Reaktionsschnelligkeit und Sprungkraft verfügen. Durch ihre Beweglichkeit stört sie den Spielfluß der gegnerischen Mannschaft.

 

 

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