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Deutsche Mehrkampfmeisterschaft 2007
am 15. und 16. September 2007 in Gelnhausen

 

Gelnhausen mit besten Bedingungen
Zehn Titel nach Niedersachsen

 

So wünschen es sich die Aktiven: Turnen an den besten Spieth-Geräten, Leichtathletik bei 24°C und Sonnenschein und alle Wettkampfstätten inklusive Unterkunft auf engstem Raum. Die Bedingungen für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften (DMkM ) konnten kaum besser sein. Sogar das Frühstück in der Gemeinschaftsunterkunft war super.

 

Das gilt auch für das Abschneiden niedersächsischen Turnerinnen und Turner. Nach sieben Titeln im Vorjahr kann der NTB in diesem Jahr sogar zehn Deutsche Meister verzeichnen.

 

Im Deutschen Mehrkampf der männlichen Jugend M16-17 trafen zum wiederholten Mal Reza Abbasian (TuS Buchholz) und Patrick Scherfose (MTV Boffzen) aufeinander. Im niedersächsischen Duell machten der Deutsche Meister 2006 und der Deutsche Meister 2005 auch den diesjährigen Titel unter sich aus. Reza spielte seine Überlegenheit im Turnen voll aus und erzielte hier durchgängig Höchstnoten. Beim Kugelstoßen überraschte Patrick mit wahnsinnigen 15,31m. Dies ist auch gleichbedeutend mit 15,31 Punkten und wurde als Einzelwertung nur noch von zwei Turnern beim Wasserspringen überboten. Da sich Reza aber im Weitsprung und Sprint verbessert hat und nun auch hier bessere Ergebnisse erzielte als Patrick, fiel die Entscheidung eindeutig aus und Reza Abbasian verteidigte seinen Deutschen Meistertitel. Für Patrick blieb immerhin die Silbermedaille.

 

Die Titelverteidigung gelang auch Sabine Münnekhoff (TS Großburgwedel) im Deutschen Mehrkampf W17-18. Sabine zeigte eine noch überzeugendere Leistung als im Vorjahr. Insbesondere ihre Wertungen am Sprung und am Schwebebalken heben sie deutlich über die Konkurrenz hinaus. Sabine gehört zu den wenigen Mehrkämpferinnen, die die neuen Anforderungen im Turnen mit der „Kür modifiziert 1“ tatsächlich bewältigen können. Viele andere Turnerinnen sind derzeit nicht in der Lage, die Schwierigkeiten und insbesondere die besonderen Anforderungen der Wertungsvorschriften zu erfüllen. Aber auch Sabines Leichtathletik-Leistungen können sich sehen lassen, so dass sie in souveräner Manier erneut Deutsche Meisterin wurde. Ihre große Konkurrentin aus dem Vorjahr Svenja Patjens (TSV Stelle) war in diesem Jahr nicht so stark und belegte den 7. Platz.

 

Der dritte Titel für den NTB erreichte Helen Küstner (ASC Göttingen) in der W14-15. Obwohl sie wegen Verletzungsproblemen kaum trainieren konnte, turnte Helen einen wahnsinnig guten Wettkampf. Sie startete mit guten Leistungen im Turnen und trumpfte dann in der Leichtathletik richtig auf. Mit deutlichen Bestleistungen im Sprint und Kugelstoßen machte sie den Anfang. Im Weitsprung folgte dann ein echter „Kracher“. Mit 5,52m erzielte sie nicht nur einen neuen Vereinsrekord, sondern setzte sich sogar in der niedersächsischen Bestenliste der Jugend A auf die Spitzenposition. Damit wurde sie auch verdient Deutsche Meisterin 2007.

 

Weitere Medaillen und herausragende Platzierungen von niedersächsischen Aktiven im Deutschen Mehrkampf:
W16-17: 2. Johanna Deutschmann (TS Großburgwedel), 3. Annika Stöber (Leher TS)
W12-13: 4. Friedelinde Petershofen (Oldenburger TB)
W20+: 4. Gesche Michaelis (MTV Wolfenbüttel)
W30+: 7. Imke Koellner (TV Gut Heil Spaden)
M14-15: 2. Felix Krähling (TuS Jork), 4. Philipp Becker (MTV Boffzen)
M12-13: 4. Abdul-Melik Senel (MTV Boffzen)

 

In den Jahn-Wettkämpfen ist Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr zahlenmäßig etwas besser vertreten. Diesmal waren 16 männliche und sechs weibliche NTB-Aktive waren am Start. Mit Silber durch Jens Kopperschmidt (SV Eintracht Bad Salzdetfurth) in der M30+ und Bronze für Lennart Schneider (TuS Jork) in der männlichen Jugend M12-13 können sogar Medaillen verbucht werden. Im weiblichen Bereich erreichte Marlen Beckmann (ASC Göttingen, W18-19) mit Platz 10 die beste Platzierung.

 

Die niedersächsischen Schleuderballer haben wieder einmal die männliche Konkurrenz beherrscht. 4 von 5 Meistertiteln und insgesamt 10 von 15 Medaillen in 5 Altersklassen sprechen eindeutig für die Friesenwerfer aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Raum. Eine kompletten Medaillensatz von Gold, Silber und Bronze holten Titelverteidiger Frank Goldenstein, Dirk Schomacher (beide TSV Abbehausen) und Michael Hülstede (KBV „Lat´n Rull´n“ Reitland) in der Männerklasse M20+. Der Vizemeister von 2006 Christian Runge (Mentzhausener TV) wurde Deutscher Meister in der Juniorenklasse und Arne Pauls (TSV Abbehausen) holte hier Bronze. Einzig in der M16-17 durchbrach Peter Göbel (ASV Harthausen, Pfälzer Turnerbund) die Phalanx der Niedersachsen. Doch auch hier ging zumindest die Silbermedaille an den Niedersachsen Nils Ottersberg (TSV Abbehausen). In der M14-15 wiederholte Manuel Runge (Mentzhausener TV) seinen Vorjahreserfolg und verteidigte seinen Titel als Deutscher Meister. Dennis Poken (TuS Grabstede), im letzten Jahr noch Zweiter, musste sich diesmal mit Bronze begnügen. Auch die Wettkampfklasse M12-13 sah mit Daniel Hattermann (TuS Grabstede) einen NTB-Vertreter als Deutschen Meister.
In den weiblichen Altersklassen hat Niedersachsen allerdings einen sehr großen Nachholbedarf. Das ließen schon die LMkM in Göttingen deutlich werden, da einige Altersklassen gar nicht bzw. dünn besetzt waren. Nur in der W14-15 starteten in Gelnhausen fünf Friesenwerferinnen aus dem NTB. Immerhin holte dann Ann-Marlin Basshusen (KBV Reitland) auch eine Bronzemedaille und der undankbare vierte Platz ging an Antje Wulf (Mentzhauser TV).
Insgesamt waren von 72 Startern 25 in den männlichen  und 5 von 66 Starterinnen in den weiblichen Wettkampfklassen vertreten. Es gab hervorragende Endkämpfe und sehr gute Leistungen. Einzig bei den Männern kamen nicht die Leistungen zustande, die man erwartet hatte. Neben der ungewohnten Zeit, am Sonntagmorgen um 9 Uhr starten zu müssen  (Biorhythmus), spielten nasses Gras und dadurch nasse Bälle und ein leichter Gegenwind eine unangenehme Rolle.
Die Schleuderballer waren mit den beiden Wettkampftagen sehr zufrieden. Die Meisterschaften wurden bei guten Wetter- und Platzverhältnissen, in einer schönen Umgebung und mit vielen Zuschauern ausgetragen. Dazu trug auch das Kampfgericht bei, das bei zwei kritischen Entscheidungen die Sachlage ruhig und für die Aktiven überzeugend klärte, so dass auch hier kein Unmut aufkam. Leider war dies Kampfgericht durch die örtlichen Veranstalter mit zu wenig Helfern bestückt – ein einziger Mann sollte im 60-Grad-Sektor sowohl den genauen Einschlag der Würfe verfolgen, dann messen und für den Rücktransport der Bälle sorgen – unmöglich. Unsere Schleuderballer halfen, so gut es ging, aus.

 

Anders war die Lage beim Steinstoßen. Im Endergebnis stellte sich heraus, dass sowohl bei den Junioren (M18-19) um Platz drei wie auch in der M16-17 für den ersten Platz ein einziger Zentimeter ausschlaggebend war. Leider warfen die Teilnehmer in eine Anlage, die nicht eingeebnet wurde. Allein diese Tatsache macht schon Zentimeterunterschiede aus. Schlimmer noch war, dass die Spitzenathleten im Bereich von 10-11 Metern gegen eine überhöhte Grasböschung (Wulst) warfen. Allerdings spielte das für unseren einzigen niedersächsischen Vertreter René Schäfer (ATV Rodenkirchen) keine Rolle. Er war froh, die Qualifikation geschafft zu haben, und musste als Mehrkämpfer mit der ungewohnten Situation fertig werden.

 

Unter den 137 Aktiven des Friesenkampfs fanden sich auch 24 aus Niedersachsen in Gelnhausen ein. Für die Friesen war es ungewohnt, alle Disziplinen an einem Tag zu absolvieren. Man versuchte im Vorfeld noch zu protestieren, doch der Zeitplan wurde nicht mehr geändert. Aber wenigstens traf man auf nahezu ideale Bedingungen. Die Schießanlage war perfekt, die gestellten Waffen sowie die Trainingsmöglichleiten auf dem Schießstand ließen keine Wünsche offen. Und auch das sonnigen Wetters und der dicht beieinander liegenden Wettkampfstätten begünstigten die sportliche Leistung. Schließlich gingen immerhin drei Deutsche Meistertitel, drei Silber- und drei Bronzemedaillen an NTB-Athlet/innen.
Hilke Noffz (FC Soltau), die im Friesenkampf die meisten Wettkampferfahrungen mitbringt, konnte in der ersten Disziplin beim Schießen, mit 91 Ringen, bereits einen beruhigenden Vorsprung herausholen. Auch bei den weiteren Disziplinen baute sie ihren Punktevorsprung weiter aus. Sie erreichte in der Altersklasse W18+ den Deutschen Meistertitel. In ihrer Friesenkampflaufbahn erzielte Hilke Noffz in der Zeit von 1992 bis 2007 auf deutscher Ebene zehn Goldmedaillen sowie drei Silbermedaillen. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Friesenkämpferinnen Deutschlands. Die Silbermedaille geht in dieser Wettkampfklasse an Nicole Michalski (MTV Salzgitter) und damit ebenfalls nach Niedersachsen.
Luise Willich (Wilhelmshavener SC Frisia) dürfte sich im letzten Jahr nur „Bestensiegerin“ nennen, da in ihrer Klasse W12 nur zwei Schülerinnen gestartet waren. In diesem Jahr setzte sie sich in der W13 souverän durch, obwohl sie sich erstmalig auch mit dem Luftgewehr auseinander setzen musste. Luise legte jedoch mit gutem Schießergebnis vor und erzielte auch Höchstpunktzahlen in der Leichtathletik. Mit diesem Vorsprung im Rücken konnte sie nach dem Fechten und Schwimmen die Konkurrentinnen hinter sich lassen und hat sich damit auch einen „echten“ Deutschen Meistertitel erarbeitet. Sehr erfreulich außerdem, dass auch hier eine weitere Medaille für den NTB erzielt wurde, nämlich Bronze durch Sharlyn Janson (TuS Wunstorf).
Bei den Friesenkämpferinnen holten außerdem Lena Wittmann (SV Munster, W14-15, Silber) und Kathrin Müller (Blau-Weiß Buchholz, W40, Bronze) weitere Medaillen.
Im männlichen Friesenkampf gab es in der am stärksten besetzten Wettkampfklasse M14-15 auch die spannendste Entscheidung. Und dies insbesondere aus niedersächsischer Sicht. Denn hier traf der Deutsche Meister 2006 Jakob Willich (WSC Frisia) auf den aktuellen Landesmeister Arne Manke (MTV Treubund Lüneburg). Schon allein der Zweikampf zwischen diesen beiden Dauerkonkurrenten sorgte für Spannung. Nach den Disziplinen Schießen, Fechten und Kugelstoßen übernahm aber mit René Pöschmann (FC Soltau) ein weiterer Niedersachse mit einem Vorsprung von 16 Punkten den ersten Rang. Die Spannung wollte auch bei den weiteren Disziplinen nicht nachlassen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen hatte schließlich Arne die Nase vorn und wurde Deutscher Meister. Die Bronzemedaille ging an René, während Titelverteidiger Jakob auf dem undankbaren vierten Platz landete. Das hervorragende Abschneiden der NTB-Athleten in dieser Wettkampfklasse wird abgerundet durch den beachtlichen 5. Platz von Tim Lorenz Hamann (WSC Frisia).
Eine weitere Silbermedaille im Friesenkampf ging in der M30+ an Jörg Töpfer (MTV Soltau).


Vom Schwimm-Mehrkampf und Leichtathletik-Mehrkampf gibt es erfreulicherweise zu berichten, dass sich deutlich mehr niedersächsische Vereine als im letzen Jahr an den DMkM beteiligt haben. Doch zufriedenstellend ist die Lage trotzdem nicht. Im Schwimmen hatten 24 Aktive die Qualifikation geschafft, von denen leider nur 12 ihren Platz auch wahrnahmen. TVV Neu Wulmstorf startete mit vier weiblichen Jugendlichen und MTV Celle mit insgesamt acht Aktiven. Die beste Platzierung gelang Viktor Neumann (MTV Celle) mit einem 6. Platz im Schwimm-Fünf-Kampf M20+.
In der Leichtathletik haben immerhin zehn der 14 Qualifizierten den Weg nach Gelnhausen nicht gescheut. Sie wurden mit gutem Wettkampfwetter belohnt und lobten die Organisation der Wettkämpfe sowie die Stimmung in der Schulunterkunft und waren auch mit dem Frühstück sehr zufrieden. Schade ist nur, dass auch hier nur drei NTB-Vereine am Start waren. Zahlenmäßig stark vertreten war der Holtorfer SV mit sieben Aktiven. Weiterhin war der TSV Immenrode mit einem und der Einbecker SV mit zwei Aktiven beteiligt. Mit jeweils Rang 10 erreichten Sascha Dahms (M14-15, Einbecker SV) und Mandy Becker (W12-13, Holtorfer SV) die besten NTB-Platzierungen im Leichtathletik-Fünfkampf.
Speziell in diesen beiden Wettkampfarten bleibt zu hoffen, dass man nicht nur mehr Teilnehmer für die LMkM des NTB bekommt, sondern dass man es auch schafft, die qualifizierten Aktiven zur Teilnahme an den DMkM zu bewegen. Der dazu notwendige DTB-Startpass und das für Seiteneinsteiger aus anderen Fachverbänden unbekannte Meldetool GYMNET sollten nicht die unüberwindbaren Hürden für eine Teilnahme werden.

 

Fast nur positives wurde über die Organisation dieser DMkM geäußert. Nur wenige Kritikpunkte waren über den Ausrichter zu hören. So fanden sich zeitweise zu viele Turnerinnen und Turner in der Wettkampfhalle und die Wettkampfleitung sah es trotzdem nicht als erforderlich an, Fans konsequent auf die Tribüne zu verweisen. Auch eine spontane Verkürzung der Einturnzeit stieß auf nicht viel Verständnis. Während die Organisatoren an ein paar Hinweisschildern im Leichtahletik-Stadion noch hätten denken können, konnte man sie schleppende Bedienung bei der Mehrkampfparty nicht verantwortlich machen. Obwohl dem Pächter der Stadthalle die Anzahl der teilnehmenden Personen mitgeteilt worden war, hatte dieser weder personell noch materiell ausreichend vorgesorgt.

 

Die vollständigen Ergebnislisten findet man hier.

 

Frank Winter
Landesfachwart Mehrkampf

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Harry Noffz, Uschi Ellinghausen, Uli Rach, Julia Wetzel, Gesche Michaelis und Frank Scherfose. Vielen Dank!

 


Landesmehrkampfmeisterschaft 2007
am 30. Juni und 01. Juli 2007 in Göttingen

 

Unter optimalen Bedingungen fanden in Göttingen die Niedersächsischen Landesmehrkampfmeisterschaften (LMkM) statt. Verschiedene Vereine des Turnkreises Göttingen unter der Federführung von NTB-Vizepräsident Christoph Hannig gewährleisteten dabei in Zusammenarbeit mit dem Landesfachausschuss Mehrkampf eine hervorragende Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt den örtlichen Verantwortlichen der verschiedenen Teilbereiche Leichtathletik, Schiessen, Fechten und Schwimmen nämlich Corinna Klaus-Rosenthal, Holger Knoke, Holger Goertz und Rolf Nietzold.

 

Eröffnet wurden die Meisterschaften bereits am Freitagabend im Rathaus der Stadt Göttingen durch Bürgermeisterin Katharina Lankeit und NTB-Vizepräsident Christoph Hannig, die in feierlichem Rahmen die Gäste willkommen hießen und der Veranstaltung viel Erfolg wünschten.

 

Weniger freundlich präsentierte sich an diesem Vorabend das Wetter, das mit kräftigen Regenschauern nichts Gutes verheißen wollte. Glücklicherweise hatte der Wettergott für den  Samstag jedoch ein Einsehen. Nach anfänglicher Bewölkung lockerte es im Laufe des Tages auf, so dass die Sonne ab dem späten Vormittag sogar für angenehm warme Temperaturen sorgte.

 

Mit Spannung durfte man besonders auf die Jahn- und Deutschen Mehrkämpfe blicken, da es hier umfangreiche Änderungen durch den DTB gab. Neben der Umstellung im Turnen von den B-Stufen auf die „Kür modifiziert“, in der erstmals mehr als 10,00 Punkte erreicht werden können, wurden auch die Tabellen in der Leichtathletik und im schwimmerischen Bereich an diese neue Struktur angepasst. Außedem konnten sich die Aktiven nicht mit dem Erreichen einer festgelegten Punktzahl, sondern nur über eine dem Turnverband pro Wettkampfklasse zugeteilten Quote für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften (DMkM) qualifizieren.

 

Im Vergleich zu den LMkM 2006 in Einbeck blieb die Zahl der gemeldeten Teilnehmer im männlichen Bereich der Jahn- und Deutschen Mehrkämpfe mit etwa 50 Aktiven stabil, wenn auch ein größeres Teilnehmerfeld durchaus wünschenswert wäre.

 

Im Jahn-9-Kampf der Männer 20-29 konnte sich bei vier startenden Teilnehmern Christopher Heise vom Einbecker SV mit 96,37 Punkten vor seinem Vereinskameraden Gerrit Brandt (88,49 P.) durchsetzten. Dritter wurde Thorben Grieb (MTV Herzberg, 79,24 P.). In der vom DTB neu geschaffenen Juniorenklasse der 18-19-Jährigen gewann Thomas Hecker (TuSpo Weende) als einziger Teilnehmer mit 88,89 P. Hervorzuheben ist die Leistung der Aktiven der Männer 30 und älter. Die ersten drei Plätze dieser Altersklasse hatten bei jetzt direkt vergleichbaren Leistungsbewertungen jeweils mehr Punkte als der Sieger der Altersklasse 20-29! Alter und neuer Landesmeister wurde mit 100,77 P. Jens Kopperschmidt (SV Eintracht Bad Salzdethfurt), allerdings nur mit einem hauchdünnem Vorsprung von 0,7 Punkten vor Thorsten Danker (TV Gut Heil Spaden). Den Bronzerang sicherte sich Ulrich Knoke (VfL Oker). Nur einen Teilnehmer gab es in der Altersklasse der männlichen Jugend (mJ) 12-13. Hier siegte Lennart Schneider vom TuS York mit 50,52 P. Ebenfalls siegreich gestaltete sein Bruder Thorben Schneider den Wettkampf in der mJ 14-15. Mit 65,75 P. verwies er Nicolas Kromer (60,77 P.) und Niklas Mißling (56,27 P., beide Einbecker SV) auf die Plätze zwei und drei. Unter den drei Teilnehmern der mJ 16-17 konnte sich Max Chittka (Einbecker SV) mit 58,23 P. vor seinem Vereinskameraden Benjamin Augustin (52,57 P.) durchsetzen. Beide profitierten dabei von dem Ausfall des Favoriten Andreas Rolle (TuSpo Weende), der sich beim Einturnen verletzte und den Wettkampf nach 2 Disziplinen abbrechen musste.

 

Traditionell stärker besetzt als die Jahnwettkämpfe waren einmal mehr die Deutschen Mehrkämpfe, wenn auch bemerkt werden muss, dass diesmal leider kein einziger Aktiver in den Erwachsenenklassen am Start war!

 

Sechs Aktive, von denen sich die ersten drei einen Quotenplatz für die DMKM sichern, traten in der Klasse der 12-13-Jährigen an. In einem spannenden Wettkampf konnte sich Abdul-Melik Senel (MTV Boffzen) mit 59,79 P. den Titel sichern. Mit nur 0,69 P. Rückstand knapp dahinter errang Niklas Käppeler (TSV Buchholz) die Vizemeisterschaft. Ebenfalls auf dem Treppchen landete Ümit Cakir (TC Jahn Hehlen, 55,39 Punkte). Mit elf Teilnehmern, die um fünf zu vergebene Quotenplätze kämpften, präsentierte sich die mJ 14-15. Durch eine konstant starke Leistung im Turnen und der Leichtathletik erkämpfte sich Florian Musik vom TSV Buchholz (59,24 P.) den Titel des Landesmeisters. Silber mit 58,14 P. ging an Michel Wilde (MTV Boffzen), Bronze an Robert Worm (55,49 Punkte, Einbecker SV). Den spannendsten Schlagabtausch gab es in der Altersklasse der 16-17-Jährigen. Hier ist die niedersächsische Spitze zugleich auch die nationale Spitze. Mit Spannung wurde das Aufeinandertreffen zwischen dem amtierenden Deutschen Meister Reza Abbasian (TSV Buchholz) und einem seiner schärfsten Konkurrenten Patrick Scherfose (MTV Boffzen) erwartet. In dem engen Duell konnte Reza (73,77 P.) am Ende nur einen Minimalvorsprung von 0,14 Punkten ins Ziel retten und sich somit den Titel vor Patrick (73,63 P.) sichern.

 

Auch die Turnerinnen mussten sich mit den neuen Bewertungen nach „Kür modifiziert“ und den neuen Tabellen auseinandersetzen. Dies führte leider zu einem dramatischen Einbruch der Meldezahlen um 50% (76 anstatt 152 Meldungen). Hier ist zu vermuten, dass die Anforderungen der „Kür modifiziert 2“ schon ab 12 Jahren und erst recht die „Kür modifiziert 1“ ab 16 Jahren doch einige Turnerinnen von der Teilnahme abgeschreckt haben. Umso sinnvoller war es wohl, als Landeswettkämpfe (ohne Qualifikation zu den DMkM) erleichterte Wettkampfklassen einzuführen. Hier starteten noch einmal über 50 Turnerinnen.

 

Mit nur 9 Turnerinnen war der Jahnkampf besonders dünn besetzt. Jeweils konkurrenzlos siegten Lisa Westendorf (TuS Blau-Weiß Lohne) in der weiblichen Jugend (wJ) 14-15 und Julia Wetzel (ASC Göttingen) bei den Frauen 20-29. Einen spannenden Wettkampf lieferten sich Anne Westendorf und Sabrina Hackmann (beide TuS BW Lohne) bei den 16-17-Jährigen. Zum Schluss lag Anne mit 53,672 P. nur um 0,012 P. vor ihrer Vereinskameradin. Dieser Punkteunterschied entspricht genau der Differenz zwischen den Kugelstoßweiten von 8,21m (Anne) zu 8,20m (Sabrina). Bei den Juniorinnen-Klasse 18-19 siegte Charlotte Hake mit 1 Punkt Vorsprung vor Lisa Stalke (beide ASC Göttingen). Alle genannten Turnerinnen haben sich für die DMkM qualifiziert. Im Landeswettkampf Jahn wJ 16-29 siegte Inga Martin (ASC Göttingen).

 

Der Deutsche 6-Kampf wJ 12-13 sah in Friedelinde Petershofen (Oldenburger TB) eine deutliche Siegerin. Knapper ging es in der wJ 14-15 zu. Hier lag am Ende Kristiane Wilkens (MTV Wolfenbüttel, 72,160 P.) vor Helen Küstner (ASC Göttingen, 71,774 P.). Annika Stober (Leher TS Bremerhaven) setzte sich im Wettkampf wJ 16-17 gegen Johanna Deutschmann (TS Großburgwedel) durch. Eine deutliche Marke auf dem Weg zur Verteidigung ihres Vorjahrstitels setze die Deutsche Meisterin Sabine Münnekhoff (TS Großburgwedel) bei den Juniorinnen. Mit 97,782 P. konnte sich Sabine deutlich von Vizemeisterin Svenja Patjens (TSV Stelle, 87,835 P.) absetzen, die im Vorjahr immerhin auch Dritte bei den DMkM war. Bei den Frauen 20-29 gewann Gesche Michaelis (MTV Wolfenbüttel) mit fast 5 Punkten Vorsprung vor Cathrin Münnekhoff (TS Großburgwedel). Denn Wettkampf der Frauen 30 und älter gewann Imke Koellner (TV Gut Heil Spaden, 86,655 P.) vor Anja Berger (TSG Bad Harzburg, 85,185 P.). Die Landeswettkämpfe gewannen Wiebke Behrends (wJ 12-13, TV Gut Heil Spaden), Fenja Hublitz (wJ 14-15, TV Loxstedt) und Saskia Brandt (wJ 16-29, TuS Holle-Grasdorf).

 

Aufgrund der zugesicherten Quotenplätze und der zur Verfügung stehenden Wildcards konnten in den Jahnwettkämpfen und Deutschen Mehrkämpfen alle vorn platzierten Turner/innen und auch einige „Pechvögel“ dem DTB als interessierte und chancenreiche Starter/innen zu den DMkM gemeldet werden.

 

Der Schleuderballweitwurf zieht ein positives Fazit: 36 von 44 Aktiven haben die Qualifikation zu den DMkM geschafft. Das ist ein großartiger Erfolg, der nicht nur in der Masse imponierend ist. Nein, auch die Einzelleistungen faszinieren.

 

69,33m mit dem 1000g-Ball warf der 17jährige Nils Ottersberg (TSV Abbehausen). Zum Vergleich: 2006 war kein Jugendlicher in Deutschland besser, einschließlich der 18jährigen. Er unterstrich damit seinen Erfolg von 2006, als er in der DTB-Bestenliste mJ 15-16 mit 64,28m schon den 3. Platz belegte. Seine Leistungen gehören zur Deutschen Spitzenklasse genau so wie die 51,25m von Christina Damken (Juniorinnen 18-19, BV Reitland), die damit zu den wenigen Werferinnen gehört, die die 50m-Marke schon häufiger überworfen haben. Im weiblichen Bereich scheint mit Ann-Marlien Basshusen (wJ 14-15, BV Reitland), ein weiteres Talent heranzureifen. Mit 42,23m gehört sie zu den wenigen 40m-Werferinnen dieser Altersklasse. Und sie warf damit weiter als alle 15jährigen im letzten Jahr. Auch die beiden Spitzenwerfer der mJ 14-15 Henning Eden (60,34m, SV Leybucht) und Dennis Popken (60,03m, TuS Grabstede) mischen in der Deutschen Spitzenklasse mit. In der mJ 12-13 warf Daniel Hattermann (TuS Grabstede) mit 44,65m fast 6 Meter weiter als sein Konkurrent Robin Helmerichs (38,89m, TSV Abbehausen). Diese Leistung ist sicherlich gut, aber wie diese Weite in dieser neuen Altersklasse einzuordnen ist, wird sich in Gelnhausen zeigen. Ein „Kopf- an Kopfrennen“ lieferten sich bei den Männern Dirk Schomaker (TSV Abbehausen, 65,70 m) und Hauke Freese (KBV Reitland, 65,00 m), wo dann 70 Zentimeter den Ausschlag für den neuen Landesmeister Dirk Schomaker gaben. Diese Leistung ist hoch einzustufen, denn er setzte sich gegen den amtierenden Deutschen Meister Frank Goldenstein (TSV Abbehausen, Bronze mit 64,92 m) und den Deutschen Vizemeister Michael Hülstede (KBV Reitland, 4. Platz mit 61,83 m) durch. In der höheren Altersklassen verstärkte sich ein Trend, der schon in den letzten Jahren zu beobachten war: Viele treten nur noch an, um die Qualifikation zu erreichen, und hören danach auf, in dem Bemühen (größeren) Verletzungen aus dem Weg zu gehen.

 

Im Leichtathletik-Mehrkampf ist eine leichte Tendenz nach oben zu erkennen. Zwar könnten die Teilnehmerzahlen höher sein (47 gemeldet, 42 angetreten), doch haben sich in diesem Jahr 14 NTB-Aktive zu den DMkM qualifiziert (Vorjahr 8). Lukas Siems (TSV Immenrode) gewann in der mJ 12-13 und Malte Bertram (Einbecker SV) in der mJ 14-15. Arne Theis und Florian Schneider (beide Holtorfer SV) heißen die Landesmeister bei den 16-17-Jährigen bzw. in der Männer-Klasse. Bei den über 30-Jährigen siegte Thomas Diederich (TSV Ebergötzen) bei den Männern und Petra Kleinschmidt (SV Hage) bei den Frauen. Vom Holtorfer SV kamen die Landesmeisterinnen Mandy Becker (wJ 12-13), Janna Machleidt (wJ 16-17) und Ann-Katrin Perakovic (Frauen 20-29). Siegerin bei den Juniorinnen wurde Sandra Dahms vom Einbecker SV.

 

Ein Schattendasein fristet das Steinstoßen. Es traten nur drei Aktive in verschiedenen Wettkampfklassen an. So konnten alle einen Landesmeistertitel mit nach Hause nehmen: Gesa Rosenbohm (wJ 16-17, TSV Abbehausen), Frank Kretschmer (Männer, VfL Oker) und Rene Schäfer (mJ 16-17, ATV Rodenkirchen). Immerhin übertraf Rene auch die geforderte Qualifikationsweite und darf an den DMkM teilnehmen.

 

Im Friesenkampf sind die Teilnehmerzahlen stabil geblieben. Von den 39 angetretenen Aktiven haben sich 27 die Fahrkarte nach Gelnhausen erarbeitet. Am interessantesten war der Ausgang in der mJ 14-15. Hier wurde der amtierende Deutsche Meister Jakob Willich (Wilhelmshavener SC Friesia) von Arne Manke (MTV Treubund Lüneburg) bezwungen, der im letzten Jahr bei den DMkM die Bronze-Medaille gewonnen hatte. Man kann sich schon auf ein erneutes, spannendes Duell in Gelnhausen freuen. Bei den 16-17-Jährigen setzte ich der Deutsche Vizemeister Lennart Rickmann ebenso sicher durch wie die Deutsche Bestensiegerin Luise Willich (beide Wilhelmshavener SC Friesia) in der wJ 13. Die weiteren Landesmeister/innen: Felix Witte (mJ 13, SV Munster), Jörg Töpfer (Männer, MTV Soltau), Lena Wittmann (wJ 14-15, SV Munster), Hilke Noffz (Frauen, Fechtclub Soltau), Martin Baselt (Männer 40, Einbecker SV), Heinrich Böhmer (Männer 50, TV Jahn Wolfsburg), Kathrin Müller (Frauen 40, BW Buchholz), Lukas Schröder (mJ 11-12, Fechtclub Soltau).

 

Knapp 50 Schwimmer/innen stellten sich dem Schwimm-Mehrkampf. Herausragend erneut Inga Hilbig bei den Frauen 20-29 und Kai Hilbig bei den Männern 20-29. Beide dominierten in ihren Wettkampfklassen und holten sich nicht nur den Landesmeistertitel, sondern lassen auch auf vordere Plätze bei den DMkM hoffen. Die weiteren Landesmeister/innen: Bennet Constantin (mJ 12-13, SC Bodenteich), Hermann Schwarz (mJ 14-15, MTV Eintracht Celle), Sebastian Schilling (mJ 16-17, MTV E. Celle), Roxana Mojen (wJ 12-13, TVV Neu Wulmstorf), Alina Lorenzen (wJ 14-15, TVV Neu Wulmstorf), Alexandra Drögemüller (wJ 16-17, SC Bodenteich), Martina Kubin (Juniorinnen 18-19, SC Bodenteich), Tanja Ingenrieth (Frauen 30, ASV Einigkeit Süchteln), Marcel Klage (mJ 8-9, SC Bodenteich), Lars Erik Banning (mJ 10-11, MTV Eintracht Celle), Thomas Schulz (Männer 40, TSV Eintracht Hittfeld), Alina von Bestenbostel (wJ 8-9, MTV E. Celle), Milena Swit (wJ 10-11, SC Bodenteich), Ute Melzian (Frauen 40, TuS Altwarmbüchen). Den 24 Schwimmer/innen, die die Qualifikation zu den DMkM geschafft haben, ist zu wünschen, dass sie den NTB in Gelnhausen auch gut vertreten können.

 

Frank Winter
Landesfachwart Mehrkampf

 


Deutschlandpokal Mehrkampf 2006
am 07. Oktober 2006 in Eutin (Schleswig-Holstein)

 

Niedersachsen mit Topergebnis beim Deutschlandpokal in Eutin

 

Das beste Ergebnis einer niedersächsische Auswahl beim Deutschlandpokal der Gemischten Mehrkämpfe wurde mit dem 2. Platz am Wochenende des 7. Oktober beim 7. Großen Deutschlandpokal der Mehrkämpfe in Eutin (Schleswig Holstein) erzielt.

 

Es war gleichzeitig das 7. Mal, dass ein Team aus Niedersachsen in diesem Bereich an den Start ging, der Turnverband war also vorbildlich bei jeder Veranstaltung dieser Form vertreten.

 

Der Modus bei den gemischten Mehrkämpfen sieht maximal 12 Starter/innen vor. So ist jeweils 1 Aktive im Jahn-9-Kampf und im Deutschen Achtkampf  19-29 oder 30+, 1 Aktive im Jahn-6-Kampf und Deutschen Sechskampf weibliche Jugend 17-18 und 1 Aktive im Jahn-6-Kampf und Deutschen Sechskampf weibliche Jugend 15-16 zu melden. Im männlichen Bereich gilt analog dazu die selbe Einteilung, so dass jeweils 6 weibliche und 6 männliche Teilnehmer zu einem Team zusammengefasst werden.

 

Bereits im Vorfeld war ersichtlich, dass die Mannschaft Niedersachsens mit Aktiven besetzt war, die auf eine Treppchenplatzierung hoffen lassen konnten. So standen mit Sabine Münnekhoff (TS Großburgwedel) und Reza Abbasian (TSV Buchholz) gleich zwei aktuelle Deutsche Meister in der Startaufstellung und auch der Rest der Mannschaft war zwei Wochen zuvor bei den DM in Konstanz überwiegend auf vorderen Plätzen zu finden. Eine Hiobsbotschaft mit dem Ausfall von Reza Abbasian erreichte Christoph Kunze (Mannschaftsführer und Mitglied des NTB-Landesfachausschusses Mehrkampf) drei Tage vor dem Pokal! Hier konnte jedoch dank des Engagements von Karsten Kleppien (TUS York) in letzter Minute ein hochwertiger Ersatz gefunden werden: Mit Thomas Krähling (TUS York) sprang nicht weniger als der 5.-Platzierte der Deutschen Meisterschaft im Sechskampf männl. Jugend 17-18 in die Bresche. Damit konnte letztendlich nicht nur der Ausfall Abbasians nahezu kompensiert, sondern auch eine „Nullwertung“ für Niedersachsen verhindert werden, die das Team hätte zurückfallen lassen!

 

Die Wettkämpfe starteten für alle Klassen mit den turnerischen Disziplinen in der Sporthalle! Bereits hier konnte sich Niedersachsen mit positiven Leistungen eine gute Ausgangsposition für den weiteren Wettkampfverlauf schaffen. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Sabine Münnekhoff, die für ihren Heimatverein TS Großburgwedel in der Regionalliga startet und sich an den Geräten in bestechender Form zeigte. Aber auch Gesche Michaelis (MTV Wolfenbüttel), Jens Kopperschmidt (SV Eintracht Bad Salzdethfurt), Björn Schneider (TUS York), Julia Wetzel (ASC Göttingen) und Charlotte Hake (ASC Göttingen)  präsentierten ihre Übungen souverän ohne große Ausfälle.

 

Nachdem die turnerischen Disziplinen beendet waren folgte der leichtathletische Teil. Wie bereits zwei Wochen zuvor in Konstanz zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Die niedrigen Temperaturen boten nicht grade ideale Bedingungen für gute Leistungen. Doch auch hier konnte das NTB-Team seine Stärken ausspielen. Besonders Thomas Krähling (TuS York) hielt seine direkte Konkurrenz im Deutschen Sechskampf 17-18 in Schach, lediglich der amtierende Deutsche Meister Dominik Scherer vom Pfälzer Turnerbund konnte ihn noch überflügeln! Und auch Björn Schneider präsentierte sich in der Altersklasse 15-16 auf hohem Niveau. Trotz des einsetzenden Regens gelang Anna-Christina Dankers (TuS Güldenstern Stade) eine neue persönliche Bestleistung im Weitsprung. Die erst 15-jährige machte einen Satz auf 5,30 m und gewann nicht zuletzt deswegen die Einzelwertung in ihrer Altersklasse mit über 4 Punkten Vorsprung! Wenige Minuten zuvor war bereits Sabine Münnekhoff mit 5,33 m ebenfalls persönliche Bestleistung gesprungen und beendete den Wettkampf in der Altersklasse 17-18 mit 52,12 Punkten ebenfalls als Siegerin!

 

Während die Deutschen Mehrkämpfer ihre Wettkämpfe auf dem Leichtathletikplatz beendeten, hatten die Jahnkämpfer noch ihre schwimmerischen Disziplinen zu absolvieren! Beginnend mit dem Kunstspringen vom 1m-Brett gelang es besonders Anne Westendorf (TuS Blau-Weiß Lohne) und Andreas Rolle (TUSPO Weende) die zwei Sprünge sauber ins Wasser zu bringen und damit ordentliche Wertungen zu kassieren. Im weiteren Verlauf  spielte Jens Kopperschmidt im Jahn-9-Kampf 30+ einmal mehr seine ganze Erfahrung aus und siegte in der Einzelwertung vor Marlo Burych aus Schleswig-Holstein. Mit einer schnellen Zeit von 1:06,9 auf 100m Freistil gelang Andreas Rolle zum Abschluss der 3. Platz in der Einzelwertung. Bemerkenswert besonders deswegen, weil er Niedersachsen als erst 16-jähriger im Jahn-Sechs-Kampf der Altersklasse 17-18 vertrat.

 

Nachdem auch die Jahn-Wettkämpfe beendet waren fanden in der Polizeimensa in Eutin die Siegerehrungen statt. Entsprechend groß die Freude beim Niedersächsischen Team als die Mannschaft mit 349,80 Punkten als Zweitplatzierte aufgerufen wurde! Mit einem Hauch von 1,77 Punkten gelang es die Auswahl des Schleswig-Holsteinischen Turnverbandes (348,03 Punkte) auf den 3. Platz zu verweisen. Lediglich die Mannschaft des Hessischen Turnverbandes, die den Deutschlandpokal gewann, lag mit 362,76 Punkten außer Reichweite!

 

Mit dem 2. Platz erreichte die Mannschaft Niedersachsens beim Deutschlandpokal der gemischten Mehrkämpfe das beste Ergebnis in der Geschichte der Veranstaltung!

 

Folgende Aktive waren an dem Erfolg beteiligt:

Jahn-9-Kampf Frauen 19-29: Julia Wetzel (ASC Göttingen) / Jahn-6-Kampf weibl. Jugend 17-18: Charlotte Hake (ASC Göttingen) / Jahn-6-Kampf weibl. Jugend 15-16: Anne Westendorf (TuS Blau-Weiß Lohne) / Jahn-9-Kampf Männer 30+: Jens Kopperschmidt (SV Eintracht Bad Salzdethfurt) / Jahn-6-Kampf männl. Jugend 17-18: Andreas Rolle (TUSPO Weende) / Jahn-6-Kampf männl. Jugend 15-16: Timo Fenger (MTV Vechelde) / Deutscher Achtkampf  Frauen 19-29: Gesche Michaelis (MTV Wolfenbüttel) / Deutscher Sechskampf weibl. Jugend 17-18: Sabine Münnekhoff (TS Großburgwedel) / Deutscher Sechskampf weibl. Jugend 15-16: Anna-Christina Dankers (TuS Güldenstern Stade) / Deutscher Sechskampf männl. Jugend 17-18: Thomas Krähling (TuS York) / Deutscher Sechskampf männl. Jugend 15-16: Björn Schneider (TuS York).
Kampfrichterin: Edith Pollok - Kampfrichter: Markus Ziebell - Delegationsleitung und Bericht: Christoph Kunze (Beauftragter Gerätturnen männlich im LFA Mehrkampf)

 


Deutsche Mehrkampfmeisterschaften 2006
am 16. und 17. September 2006 in Konstanz

 

Große Siege und sintflutartiger Regen - Sieben Titel nach Niedersachsen

Was macht man, wenn man auf das Kugelstoßen wartet und es in Strömen regnet? Eine überdachte Tribüne gibt es nicht und an Pavillons für die Aktiven hat der Ausrichter nicht gedacht. Einige Pfiffige fanden eine Lösung: Über ein herumstehendes Handballtor wurde eine Folie geschmissen und schon war ein provisorischer Unterstand fertig. Aber nun musste man zum 100m-Lauf. Was nun? Ganz einfach: Vier Jungs heben das Tor hoch und nehmen es einfach mit zum Sprint.

Das beschreibt die für einen Wettkampf eigentlich irregulären Zustände in der Leichtathletik am Sonntag. Am Freitag - dem Anreisetag zur  Deutschen Mehrkampfmeisterschaften (DMkM) - konnte man die Austragungsstadt Konstanz noch im besten Sonnenschein bei einem Spaziergang genießen. Schon der erste Wettkampftag zeigte zunächst wolkenverhangenen Himmel und Nebel. Doch dies störte die Aktiven, die am Samstag dran waren, nur wenig und es klarte auch bald auf. Sie fanden beste Bedingungen vor. Die Unterkunft war dicht an den Wettkampfstätten, das Frühstück reichhaltig, am Leichtathletikplatz gab es nichts auszusetzen und lag ebenso wie das Schwimmbad gleich um die Ecke, so dass man von einer Meisterschaft mit kurzen Wegen sprechen kann. In der nagelneuen Turnhalle standen die besten Spieth-Geräte, so dass man auch hier kaum was zu meckern gehabt hätte, wenn die Klimaanlage nicht für etwas zu kalte Luft gesorgt hätte. Und besonders bemerkenswert ist, dass der Zeitplan sehr gut eingehalten wurde, so dass es in kaum einer Disziplin zu einer wesentlichen Verzögerung gekommen ist. Erstaunlich für eine Meisterschaft mit rund 1400 Aktiven. Am Sonntag kam dann der große Regen, der bei vielen die Stimmung sinken lies. Natürlich ließen die leichtathletischen Leistungen an diesem Tag zu wünschen übrig. Und wenn man dann völlig durchnässt in die immer noch unterkühlte Turnhalle kommt, trägt das auch nicht zum Wohlbefinden bei.

Die Leistungen der Niedersachsen können sich aber dennoch sehen lassen. Sechs Deutsche Meistertitel und eine Siegerin im so genannten „Bestenwettkampf“ sind eine gute Bilanz.

Besonders spannend ging es im Deutschen Sechskampf der männlichen Jugend 15-16 Jahre zu. Ebenso wie bei den Landesmehrkampfmeisterschaften im Mai in Einbeck lieferten sich erneut Patrick Scherfose vom MTV Boffzen und Reza Abbasian vom TuS Buchholz ein niedersächsisches Duell um den Titel. Patrick war im vergangenen Jahr Deutscher Meister und wollte seinen Titel gern verteidigen. Seine Stärken liegen vor allem in der Leichtathletik, wo er auch schon an den Deutschen Meisterschaften der Spezialisten teilgenommen hat. Mit 12.98m im Kugelstoßen (entspricht 9.95 Punkten) erzielte er hier auch das Top-Ergebnis seiner Wettkampfklasse. Ein paar Schwächen hat er aber noch im Turnen. Hier kann Reza auftrumpfen, gehört er doch zum niedersächsischen Landeskader. Er erreichte an allen drei Geräte über neun Punkte und lieferte am Boden mit 9.65 P. das beste Ergebnis ab. In Summe über alle sechs Disziplinen konnte sich schließlich Reza durchsetzen und wurde verdient Deutscher Meister. Patrick musste sich mit Platz drei zufrieden geben, da sich Martin Böhm aus Dietz (Mittel-Rhein) mit noch stärkeren Leichtathletik-Leistungen dazwischen schob.

Eine ähnliche Situation gab es im Deutschen Mehrkampf bei der weiblichen Jugend 17-18. Auch hier trafen mit Sabine Münnekhoff (TS Großburgwedel) und Svenja Patjens (TSV Stelle) zwei Niedersachsinnen im Titelkampf aufeinander. Im Turnen präsentierte sich Sabine besser und konnte an allen Geräten über neun Punkte erreichen. In der Leichtathletik lieferte Svenja den Knaller. Mit 5.20m im sprang sie der Konkurrenz deutlich voraus und erhielt dafür 9.30 P. Eine Ausnahmeerscheinung bei den Mehrkämpferinnen. In Summe erwischte aber Sabine den besseren Tag und konnte den Titel der Deutschen Meisterin erturnen. Svenja erreichte mit Platz drei und der Bronze-Medaille ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis.

Bei den Deutschen Mehrkämpfen kann der NTB weitere hervorragende Platzierungen vorweisen. Ebenfalls Platz drei erreichten Philipp Becker (MTV Boffzen) in der Klasse M13-14 und Imke Köllner (TV „Gut Heil“ Spaden) in der Deutschen Seniorenmeisterschaft W30. Weitere elf niedersächsische Aktive waren unter den ersten zehn ihrer Wettkampfklassen.

In den Jahn-Wettkämpfen war Niedersachsen schon zahlenmäßig weniger stark vertreten. Neun männliche und fünf weibliche NTB-Aktive waren am Start. Die beste Platzierung erreichte Thorben Schneider (TuS Jork) mit der Bronze-Medaille im Jahn-Sechskampf M13-14. Bei den Mädchen waren die NTB-Landesmeisterinnen Anne und Lisa Westendorf am erfolgreichsten. Die beiden Turnerinnen vom TuS Blau-Weiß Lohne erreichten in den besonders großen Wettkampfklassen der W15-16 den elften Platz (Anne von 28 Teilnehmerinnen) bzw. W 13-14 den zwölften Platz (Lisa von 44 TN). Diese Aktiven waren auch von den sintflutartigen Regenfällen am Sonntag betroffen.

Unter den Schleuderballwerfer/innen findet man die wohl erfolgreichste Familie dieser DMkM. Die drei Brüder Runge vom Mentzhausener TV fand man alle auf dem Podium wieder. Deutscher Meister wurde Manuel Runge bei den 12-14 -Jährigen. Seine Brüder Stefan und Christian wurden jeweils Vizemeister in der M15-16 bzw. M17-18. Deutscher Meister wurde Frank Goldenstein (TSV Abbehausen, M19), der den Schleuderball sehr gute 64m weit warf, und Deutsche Meisterin Christina Damken (KBV Reitland, W17-18). Denkt man außerdem an die zweiten Plätze von Michael Hülstede (KBV Reitland, M19) und Dennis Popken (TuS Grabstede, M12-14) sowie an Christian Alberts (TuS Grabstede) auf Platz drei in der M15-16, so zeigt dies, dass der NTB im Schleuderballwurf weiter stark vertreten ist.

Auch bei den Friesen findet man zwei Sieger dieser DMkM. Jakob Willich vom Wilhelmshavener SC Frisia wurde Deutscher Meister im Friesen-Fünfkampf der männlichen Jugend 13-14. In der gleichen Klasse holte Arne Manke (MTV Treubund Lüneburg) die Bronze-Medaille. Jakob´s Schwester Luise Willich darf sich als Erste des Friesen-Vierkampfs der weiblichen Jugend 12 leider nur „Bestensiegerin“ und nicht Deutsche Meisterin nennen, da hier nur zwei Aktive am Start waren. Silber-Medaillen für NTB-Aktive gingen an Lennart Rickmann (Wilhelmshavener SV Frisia, M15-16), Birte Schulz (MTV Soltau, W19) und Beatrix Bausen (TuS Wunstorf, W40).

Eher Enttäuschendes gibt es aus niedersächsischer Sicht vom Schwimm-Mehrkampf und Leichtathletik-Mehrkampf zu berichten. Leider hat nur der TVV Neu Wulmstorf sechs Schwimmerinnen zu den DMkM geschickt. Die Mädchen schlugen sich tapfer, belegten aber keine vorderen Platzierung. In der Leichtathletik konnte zumindest Shanna Vitalieva von der Holtorfer Spvgg einen dritten Platz erringen. Aber auch hier war mit fünf Aktiven die NTB-Vertretung sehr klein.

Bei solchen Zahlen muss man sich schon die Frage stellen, wie dies zu erklären ist. Immerhin haben bei den LMkM 2006 in Einbeck über 20 Schwimmer/innen die Qualifikationsgrenze übertroffen. Haben sich die anderen Vereine von der großen Entfernung von Norddeutschland bis an den Bodensee abschrecken lassen? Das ist sicher eine Erklärung, aber bestimmt nicht die Einzige. Bei den Leichtathleten muss man leider feststellen, dass es überhaupt nur acht NTB-Aktive gegeben hat, die sich qualifiziert hatten. Für diese Mehrkämpfe der „Fachsportarten“ wäre es wohl wünschenswert, dass es in Niedersachsen gelingt, mehr Aktive in den Wettkampf zu bekommen, um zum einen eine breitere Basis zu schaffen und zum anderen vielleicht auch hier Athlet/innen in die Deutsche Spitze zu bringen.

So gab es viel Licht, aber auch ein bisschen Schatten - und vor allem auch ausreichend Regen - bei den diesjährigen Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Konstanz am Bodensee.

 

Die vollständigen Ergebnislisten sind hier.

 

Frank Winter
Landesfachwart Mehrkampf

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Walter Barthelmes, Jörg-Otto Niebuhr, Doris Münnekhoff und Frank Scherfose. Vielen Dank!

 


 

Deutschlandpokal „Schwimmerischer Mehrkampf“
am 17. September 2005 in Neuss

 

Auf Einladung des DTB traten die jeweiligen Landesverbände gegeneinander an einen „Deutschen Mannschaftsmeister“ für den schwimmerischen Mehrkampf zu ermitteln. Für den NTB gingen wie schon in den vergangenen Jahren an den Start: Kai Hilbig (Jahrgang 1981), Maik Gebert (72), Martina Kubin (88) und  Bastian Kampmann (78). Zum ersten Mal mit dabei waren Nico Beyer (89), Tobias Kubin (89), Alexandra Drögemüller (90), Natalie Berkowski (91), Inga Mädge (89) und Lara Popp (91). Die schwimmerischen Wettkämpfe beinhalten die Disziplinen Schwimmen, Tauchen und Kunstspringen. Trotz dieser zum Teil recht jungen Mannschaft konnte ein guter 3. Platz erzielt werden, nicht zuletzt durch die super Leistung der Staffel 8 x 50 m (Lagenreihenfolge) mit einer Zeit von 4:17,5 Minuten.

 

Ergebnisse der Einzelwertung:
Männlich: Kai Hilbig 46.561 Punkte (und damit 1. Platz in der Einzelwertung männliche Teilnehmer), Bastian Kampmann 43.137 P. (springt fürchterlich, schwimmt aber hervorragend),  Maik Gebert 35.129 P., Nico Beyer 32,356 P., Tobias Kubin 32,125 P.
Weiblich: Natalie Berkowski 39.653 P., Alexandra Drögemüller 37.248 P., Martina Kubin 36.911 P., Inga Mädge 32.856 P. und Lara Popp 32.009 P.

 

Leider war der Wettkampf von den Organisatoren des DTB schlecht vorbereitet. Der Beginn des Wettkampfes war um 17:00 Uhr geplant, es gab jedoch eine Verspätung von 45 Minuten. Schlecht für alle Aktiven, denn die nächste Verzögerung gab es nach dem Springen. Bevor die Aktiven mit dem Wettkampf fortfahren konnten, musste nochmals eine Wartezeit (unverständlich für alle Anwesenden) von über 30 Minuten in Kauf genommen werden. Dies beruht nicht zuletzt darauf, dass das Wettkampfgericht nicht durch junge, flexible und kompetente Kampfrichter besetzt wurde. Durch die Verzögerung während des Wettkampfes und die Siegerehrung, die eigentlich keine war, kamen wir erst kurz nach 24:00 Uhr in der Jugendherberge an. Dort war das Chaos perfekt, denn der DTB hatte nicht wie vermutet pro Mannschaft Zimmer gebucht, sondern Unterkünfte für die gesamten Teilnehmer des Pokals. Der junge Mann an der Rezeption war total überfordert und die Jugendlichen wollten nur noch schlafen. Endlich nach fast 45 Minuten hatten wir unsere Zimmerschlüssel. Auch ans Ausschlafen war nicht zu denken, denn Frühstück gab es nur bis 8:45 Uhr. Die übrigen Gäste beschwerten sich natürlich über den Lärm, der um Mitternacht entstand.

 

Daher eine große Bitte an die Verantwortlichen des DTB:
Denkt in Zukunft an die Aktiven! Sie stellen ihr Wochenende zur Verfügung und haben durch die schlechte Organisation nur Stress! Und tauscht mal das Kampfgericht aus!!!

 

 

Die NTB-Mannschaft 2005 mit Betreuer Holger Bremer

 


 

Wettkampfvorbereitung Deutsches Turnfest Berlin

am 30.04.2005 in Neustadt / Rbg.


Trotz der hohen Lehrgangsgebühr konnte der Lehrgang mit 20 Teilnehmern stattfinden.

Letztendlich liegt es auch daran, das wir für die Lehrgänge einen kompetenten Referenten bezüglich Kunstspringen – Heino Lohmann – gewinnen konnten. Heino ist bei den Springern schon bekannt und zeichnet sich auch durch sein offenes und humorvolles Wesen aus.

 

Der Lehrgang diente der Vorbereitung für das Deutsche Turnfest in Berlin. Wie immer waren die Aktiven mit Elan und Eifer dabei. Aber Spaß gab es auch genug. Bevor es auf dem Brett ernst wird, muß natürlich erst auf dem Trockenem geübt werden. Die Muskeln werden bei einer speziellen Gymnastik erwärmt und gelockert. Dann werden Grundsprünge am Beckenrand geübt.

 

Für die Jahnkämpfer/innen gibt es noch ein extra Training nämlich das Schwimmen. Hier werden die einzelnen Schwimmlagen , Startsprünge und Wenden optimiert. Die Schwimm-Mehrkämpfer werden unter Wasser auf Schnelligkeit getrimmt.

 

Am meisten freuen sich die Aktiven (natürlich auch die Referenten und Betreuer) auf das Mittagessen beim netten Italiener. Hier gibt es Pizza und Nudelgerichte bis zum Abwinken incl. Getränke.

 

Wir hoffen sehr, das auch in Zukunft die Lehrgänge weiterhin gut besucht werden.

 

 

 


 

Anfänger-Fortbildung - Vorbereitung Jahnschwimmfest

für Schwimm-Mehrkämpfer/innen von 9 - 14 Jahre

am 15.01.2005 in Neustadt / Rbg.

 

Nachdem alle gemeldeten Teilnehmer anwesend waren und Holger eine kurze Einleitung gemacht hatte, ging es gemeinsam in die Schwimmhalle. Erst einmal hieß es "warm machen". Eine spezielle Gymnastik forderte viel Schweiß und die Erkenntnis, dass man doch ganz schön viel Muskeln hat, von denen man bisher nichts wußte.

 

Die Kleinen stöhnten was das Zeug hielt. Nach 20 Minuten wurden die Kinder erlöst und konnten sich kurz unter der Dusche entspannen. Dann wurde es ernst! Doch noch nicht so ganz - denn es kamen erst die Übungen am Beckenrand. Das macht den Kindern immer besonders viel Spaß.

 

Nachdem sich alle am Beckenrand "warm" gesprungen waren, wurde in 3 Gruppen eingeteilt. Einige Kinder waren schon mal dabei und kannten den Ablauf bereits. Die erste Gruppe ging gleich auf das 1m Brett, die Zweite auf das Übungsbrett und die dritte Gruppe begann mit dem Tauchen und dem Techniktraining Schwimmen. Alle 45 Minuten wurden die Gruppen gewechselt. So ist der Ablauf für die Kinder spannender.

 

Einige Kinder hatten vor ihrem ersten Sprung noch etwas Angst. Die legte sich aber schnell, denn mal lachte man über diesen oder mal über jenen, wenn der Sprung etwas daneben ging.

 

Dann hieß es um 12.00 Uhr "Essen beim Italiener". Da kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Das Essen war super, die Kinder "fraßen" als hätten sie lange nichts mehr bekommen. Die Stimmung war toll und der Restaurant Besitzer wie immer super nett.

 

Nach dem Essen war noch Zeit um die Pizza und Nudeln wieder abzulaufen. Neben der Schwimmhalle befindet sich ein Spielplatz, hier durfte noch eine halbe Stunde getobt werden, bevor es in der Schwimmhalle wieder zur Sache ging.

 

Wieder gab es die Gruppeneinteilung. Bald schon konnte man die Fortschritte der Kinder erkennen.

 

Die Lehrwarte werteten zum Spaß der Kinder zum Schluß die erlernten Sprünge. Das spornte noch mal so richtig an.

 

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