Die Geschichte
Schleuderball, ein Mitte des 19. Jahrhunderts an Nord- und Ostsee recht volkstümliches Treibballspiel, verbreitete sich bis 1900 im gesamten deutschsprachigen Raum und entwickelte sich zum damals beliebtesten Turnspiel. Das Schleuderballspiel - weder von GutsMuths noch von Jahn erwähnt - galt lange Zeit als ein urdeutsches, männlich-kraftvolles Turn- und Kampfspiel. Seit Mitte der 20er Jahre, in denen auch einige Male deutsche Meisterschaften stattfanden, ist von anderen, attraktiveren Spielen immer mehr zurückgedrängt worden.
Die Grundregeln
Das Rasen-Spielfeld ist rechteckig, 100 m lang, 15 m breit. Hinter den Torlinien ist ein Torraum von ca. 30 m Länge. Zwei Mannschaften mit je acht Spielern stehen sich gegenüber. Geschleudert wird abwechselnd in Nummernreihenfolge. Wird ein geschleuderter Ball vom Gegner gefangen, darf dieser aus dem Stand schocken (ohne Benutzung der Schlaufe).
Das Schocken geschieht höchstens dreimal, dann muß geschleudert. Wird der Ball im Torraum zu Boden gebracht, ist ein Tor erzielt; das Spiel wird neu eröffnet, der nächste Spieler muß schleudern. Es wird nach Zeit gespielt, Gewinner ist die Mannschaft mit der größten Anzahl von Toren.
Nähere Infos: www.ntb-spiele.de






