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Friday, 03. November 2017 08:00 Alter: 15 Tage

Feuerwerk der Turnkunst: Crossover - ein kreativer Soundtrack für die Show

Von: Heike Werner

Rick Jurthe u. Ruth Kemna

AURA – das ist nicht nur Bewegung und Bilder, das ist ganz besonders auch Musik. Live-Musik, um genauer zu sein. Seit einigen Jahren integrieren die Produzenten des „Feuerwerk der Turnkunst“ dieses Element verstärkt in die Show und setzen mit diesem nun – in der 31. Auflage von Europas erfolgreichster Turnshow – einen wahren Meilenstein. Einmal mehr stammen die organischen, ausgefeilten Beats und atmosphärisch-magischen Sounds aus der Feder des Kreativkopfes Rick Jurthe.

 

„Live-Musik macht etwas Besonderes aus der Show – sie vollzieht einen Wandel im Ablauf und lässt ihn am Ende wie aus einem Guss erscheinen“, betont Rick Jurthe. Und genau hierin liegt die große Herausforderung, die der junge Sänger und Musikproduzent zu bewältigen hat. Die einzelnen Darbietungen des 50 Köpfe zählenden Ensembles sind unglaublich vielfältig. Jede für sich hat eine ganz eigene Geschichte und Ausstrahlung. Für jede dieser Geschichten einen eigenen Song zu entwickeln, der sich dennoch in das musikalische Gesamtkonzept einfügt, ist nicht einfach. Hier treffen unterschiedliche Genres – musikalische  Welten – aufeinander, weshalb besonders die Übergänge zwischen den Darbietungen schwierig sind. Denn das Feuerwerk der Turnkunst steht mehr denn je im Zeichen des Crossover: Klassik trifft auf Elektro, HipHop auf Swing und Chanson auf Rock – und das alles live.

 

„Wir versuchen, die jeweilige Aura nicht nur durch die Lichtprojektion sichtbar, sondern durch die Musik auch hörbar zu machen“ sagt Jurthe. „Ich arbeite deshalb im Kopf viel mit Bildern, das hilft, bestimmte Sounds und Melodien zu schreiben.“ Die Songs entstehen aber auch im direkten Zusammenspiel mit den Künstlern. Videos werden ausgetauscht, nach Rücksprache einzelne Elemente verändert. So entwickeln Andreas Toba und Helge Liebrich ihre Darbietung zusammen mit dem Musiker, indem sie ihm beispielsweise mitteilen, an welcher Stelle sie noch mehr Zeit brauchen. Rick Jurthe kann dann ein Stück entsprechend verlängern, indem er einzelne musikalische Elemente wiederholt oder neue hinzufügt. So bekommt jede Gruppe ihren ganz eigenen Song, der jeweils aber auch Elemente beinhaltet, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Show zieht.

 

Rick Jurthe selbst agiert während der AURA Tournee als Produzent und Musiker gleichermaßen, was in der Show-Branche „nicht unüblich“ ist, wie er sagt. „Das ergibt sich aus dem Arbeitsfluss, ich weiß schließlich am besten, wie ich mir die Umsetzung vorstelle.“ Schließlich sei es immer eine große Aufgabe, anderen seine Ideen zu vermitteln. Mit der Ausnahme-Musikerin Ruth Kemna funktioniert das bei AURA ganz hervorragend. Sie schafft es auf einzigartige Art und Weise, mit der Geige den gewünschten Crossover-Effekt herzustellen.

 

Die größte musikalische Herausforderung bereitete indessen die Darbietung der dänischen Artisten Motus & Friends auf dem AirTrack. Diese absolut spektakuläre Nummer ins musikalische Gesamtkonzept zu integrieren, war nicht einfach. Letztlich ist Rick Jurthe aber auch das in gewohnt harmonischer Art und Weise gelungen.

 

„Manche Künstler, wie das Duo Bazaliy, sind regelrecht überrascht, wenn ich ihnen einen neuen Song auf ihre Nummer schreibe. Mir ist es wichtig, die Geschichte der Menschen zu erzählen und musikalisch zu interpretieren. Die Wirkung ist dann sehr individuell und den Künstlern selbst oftmals nicht bewusst“, sagt Jurthe. Gewissermaßen hält die Musik den Artisten einen Spiegel vor und zeigt ihnen, wie sie auf andere wirken. „Dieses künstlernahe Arbeiten ist das Besondere und der ganz besondere Reiz an meinem Job beim Feuerwerk der Turnkunst.“

 

Und noch etwas ganz Anderes erfüllt den talentierten Musikproduzenten, und seine Augen leuchten, wenn er von seiner Vision erzählt: eine Show-Band als Konstante – analog zum Feuerwerk der Turnkunst Showteam. Mit einer solchen Band könnte dann von Jahr zu Jahr explizit für jede Show ein eigener Soundrack und damit auch das gesamte Feuerwerk der Turnkunst immer weiter entwickelt werden. „Die Zeit dafür ist nach 30 Jahren ‚Feuerwerk‘ einfach gekommen.“

Info und Tickets:

www.feuerwerkderturnkunst.de

 

 

 

 


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